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CMD Behandlung

CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ist ein äußerst komplexes Beschwerdebild. Sie betrifft nicht nur die Kiefergelenke, die Kaumuskulatur und die Zähne, sondern auch angrenzende Strukturen wie die Halswirbelsäule, das Zungenbein und den Schädel selbst. Entsprechend vielfältig sind die Symptome, die sich häufig weit über den Kiefer hinaus bemerkbar machen. Typisch sind Kiefergelenksschmerzen, Knacken oder Reiben im Gelenk, eine eingeschränkte Mundöffnung sowie Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen. Auch Beschwerden wie Tinnitus oder Schluckstörungen können im Zusammenhang mit einer CMD auftreten.

Eine häufige Erscheinungsform innerhalb des CMD-Spektrums ist der Bruxismus, also das unbewusste Zähneknirschen oder -pressen, vor allem nachts, aber auch tagsüber. Dabei ist eine klare Abgrenzung wichtig: Bruxismus unterscheidet sich von anderen craniomandibulärenDysfunktionen, da er keine klassische Pathologie im engeren Sinne darstellt. Vielmehr handelt es sich um ein Verhalten, das eng mit Stress, emotionaler Belastung, Konzentrationsphasen oder schlafbezogenen Prozessen verknüpft ist. Bruxismus ist somit nicht per se krankhaft, kann jedoch bei hoher Intensität oder längerer Dauer andere CMD-Beschwerden auslösen oder verstärken, etwa durch eine chronische Überlastung der Muskulatur oder der Kiefergelenksstrukturen.

Davon abzugrenzen sind strukturelle oder funktionelle Veränderungen wie beispielsweise Discusverlagerungen. Hierbei befindet sich die Knorpelscheibe (Discus) im Kiefergelenk nicht mehr in ihrer physiologischen Position, was zu Gelenkgeräuschen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen führen kann. Diese Veränderungen haben einen klaren biomechanischen Hintergrund und unterscheiden sich grundlegend von der funktionellen Natur des Bruxismus, auch wenn beide Phänomene häufig gemeinsam auftreten.

Gerade deshalb ist bei CMD eine differenzierte und ganzheitliche Betrachtung entscheidend. Nicht jedes Knirschen ist krankhaft, aber auch nicht jedes Kieferknacken harmlos. Eine gezielte Diagnostik hilft dabei, funktionelle von strukturellen Ursachen zu unterscheiden und die Therapie individuell anzupassen. Um langfristige Entlastung und mehr Lebensqualität zu ermöglichen.

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